Am Freitag, dem 3. September ab 20 Uhr im "Cafe le Soleil", Nollendorfstr. 21 (U-Bhf. Nollendorfplatz) veranstaltet die ClownSprechStunde einen Le Soileil Varieté-Abend voller Überraschungen.
Für Essen und Trinken ist gesorgt.
Der Eintritt ist frei.
Es ist sehr schön und hilfreich, dass uns der Cafe-Besitzer neue Räume spontan zur Verfügung gestellt hat, nachdem unserer Büro in der Charité gekundigt wurde. In einem Offenen Brief an Präsidenten der Charité, Karl Max Einhäupl, bitten wir, das Clownspiel auf die Station 39i auszuweiten und wieder Büroraum zur Verfügung zu stellen. Den genauen Wortlaut finden Sie hier:
Krieg gegen Clowns in der Charité?
Verein ClownSprechStunde musste Büro zum 1. August räumen
Offener Brief an den Präsidenten der Berliner Charité, Prof. Karl Max Einhäupl
Berlin/Potsdam, August 2010
Sehr geehrter Prof. Einhäupl,
aufgrund massiven Drucks musste der Verein ClownSprechStunde zum
1. August sein Büro in der Berliner Charité räumen. Von dem zentralen Büro im Campus Virchow-Klinikum wurden die Besuche speziell ausgebildeter Clowns in neun Kliniken in Berlin und Brandenburg koordiniert, um u.a. mit chronisch kranken Kindern eine Zeit voll Freude und Abwechslung zu verbringen, wie seit vier Jahren auch in der Kinderklinik der Charité. Von den Kindern, Eltern und Mitarbeitern gab es dabei viel aktive Unterstützung, ebenso von den Abteilungsleitern. Dies änderte sich schlagartig mit den Leitungswechseln. Obwohl bereits eine unterschriftsreife Kooperationsvereinbarung vorlag, die auch die kostenneutrale Raumnutzung regeln sollte, wurden massiv die Einstellung des Clownspiels auf einer Station 39i für krebskranke Kinder (Knochenmarktransplantation) und die Räumung des Büros betrieben. Die Begründung, der Raum werde für andere Zwecke benötigt, wirkt wenig glaubhaft, zumal in einem Schreiben der Verwaltung der Kinderklinik an einen besorgten Elternvertreter, der sich dafür aussprach, dass Clowns weiter Freude und Lachen verbreiten können, völlig substanzlose und falsche Behauptungen zum Clownspiel aufgestellt wurden.
Sehr geehrter Prof. Einhäupl, in zwei freundlichen Briefen beschreiben Sie die ClownSprechStunde als Initiative, die Spiel, Spaß und Lachen in den manchmal doch traurigen Krankenhausalltag bringt und wünschen uns alles Gute. Wir glauben daher nicht, dass Sie tatsächlich gewollt haben, dass die Clowns ihre Koffer packen, das Clownbüro in der Klinik unter Androhung von Zwang verlassen mussten und auf der Station 39i nicht mehr mit Kindern und Eltern lachen und fröhlichen Unfug treiben dürfen. Wir bitten um Aufklärung, warum im 300. Jubiläumsjahr der Charité und zum 10. Geburtstag unseres gemeinnützigen Vereins gegen Clowns Krieg geführt wird und mit Kanonen auf Komiker geschossen wird. Wir bestehen auf einer sofortigen Rücknahme der haltlosen Behauptungen Ihrer Verwaltungsangestellten und bitten Sie, sich für eine zukünftige Wiederaufnahme des Clownspiels auf der Station 39i und der angeschlossenen Tagesklinik einzusetzen sowie unserem Verein wieder irgendwo einen Büroraum in der Charité zur Verfügung zu stellen.
ClownSprechStunde e.V.
Der Vorstand
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