Ganz schön turbulent ging es zu bei der 333. Clownsprechstunde am 3.3.2009 im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus. Mit 333 Luftballons in allen möglichen Farben sind sechs Clowns (Carine, Conny, Constance, Kalle, Sven, Sybille) bei einer Lachtherapie der ganz besonderen Art dabei. Denn sie sind an einer schwierigen Operation beteiligt: zwei Clowns liegen in einem Krankenhausbett und werden durch die Gänge und Stationen geschoben. Sie leiden an einer schwierigen und seltenen Krankheit: Lachmuskelkomplikation. Wenn alle traurig sind, lachen sie, wenn alle weinen, fangen die beiden laut an zu lachen.
Da helfen selbst geblasene Töne und französische Laute nichts, so dass der Arzt-Professor und die resolute Oberschwester nur noch einen Rat wissen: dringend zur OP. Aber ausgerechnet heute ist nirgendwo ein Zimmer frei. Da staunen die kleinen und großen Patienten nicht schlecht, als ein Bett mit knallbunten Koffern zu ihnen hineingeschoben wird und sie auf einmal clownische Zimmernachbarn haben. Lustigste Patienten und launige Betreuer, die lachen, zaubern, musizieren und fröhlichen Unfug treiben. Zur 333. Clownsprechstunde in Cottbus ist auch die Presse gekommen. Das rbb-Fernsehen und Lausitz TV filmen, zwei Artikel sollen in der lokalen Presse erscheinen. Erreicht werden mit den Clownsprechstunden rund 60 überwiegend chronisch kranke Kinder, die an Leukämie, Rheuma oder Mukoviszidose leiden. Ihnen soll der Aufenthalt im Klinikum erleichtert werden. So steht es in dem seit dem 1. Januar 2009 neu verfassten Kooperationsvertrag zwischen Klinikum, Förderverein Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und dem ClownSprechStunde e.V.“ Darin wird auch auf das vom US-amerikanischen Arzt Hunter "Patch" Adams geprägten Motto „Spaß verströmt heilsame Energie" verwiesen. Damit versteht sich Clownsprechstunde seit über sieben Jahren im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus medizinisch und psychologisch als Teil einer ganzheitlichen Gesundheitspflege. Die Kinder waren offenbar von der 333. Clownsprechstunde begeistert, die Ballons hingen noch lange an den Zimmerdecken. Dann also: „Tschüss bis zum nächsten Mal." |